Wohnortnahe Schmerzversorgung


Experten fordern Ausbesserungen
Wohnortnahe Schmerzversorgung

Eine wohnortnahe Versorgung von Schmerzpatienten ist in Deutschland immer schwieriger zu realisieren. Patientenvertreter, Schmerzexperten und Vertreter des Deutschen Hausärzteverbands diskutierten auf dem „Nationalen Versorgungsforum Schmerz“ am 12. November 2015 in Berlin eine bessere Versorgung.

„Für die über 2,8 Millionen schwerst schmerzkranken Patienten ist die Versorgung in Deutschland völlig unzureichend. Es gibt in unzähligen Regionen schwarze Löcher, in denen keine adäquate Versorgung stattfindet“, weiß die Vizepräsidentin der Deutschen Schmerzliga (DSL) Birgitta Gibson. Nötig seien deutlich mehr Schmerzmediziner und eine bessere geographische Verteilung der therapeutischen Angebote: „Schmerzmediziner müssen wohnortnah erreichbar sein, und nicht 20 oder mehr Kilometer entfernt. Manchen Schmerzpatienten wird heute zugemutet, dass sie 200 Kilometer fahren. Das geht so nicht“, bekräftigt die Expertin.

Defizite auf allen Versorgungsebenen

Alle Teilnehmer des Forums waren sich einig, dass derzeit der Bedarf an Schmerzmedizinern nicht annähernd gedeckt ist. Dies zeigten die geringen Überweisungsraten und die große Zahl der unbehandelten Patienten. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), Gerhard Müller-Schwefe, schlägt folgendes Modell zur Verbesserung der Versorgung vor: eine abgestufte Versorgungslandschaft aus freiberuflichen, ambulanten Ärzten. Erste Anlaufstelle wäre in diesem Modell der Hausarzt, der einen Fachkundenachweis Schmerzmedizin haben sollte. Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung Schmerztherapie sowie ein neu einzurichtender Facharzt für Schmerzmedizin bilden für Müller-Schwefe die nächsten Ebenen.

Schmerzmedizin muss in die Bedarfsplanung

Umsetzen lässt sich eine solche abgestufte Versorgung nur, wenn der Bedarf an Schmerzmedizinern systematisch ermittelt und gedeckt wird. Dafür sind Vorkehrungen nötig: „Die Schmerzmedizin muss Teil der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigungen werden“, fordert Müller-Schwefe. Denn Bedarfsplanung und Sicherstellung der Versorgung orientieren sich an Facharztbezeichnungen. Bislang existiert ein Facharzt für Schmerzmedizin jedoch nicht. Somit gibt es derzeit bundesweit in keiner einzigen Kassenärztlichen Vereinigung eine schmerzmedizinische Bedarfsplanung und auch keine Sicherstellung der Versorgung. In der Einführung eines Facharztes für Schmerzmedizin sehen deshalb viele Schmerzexperten die Grundvoraussetzung für eine bessere Versorgung.

News

HPV-Impfung: Sicher und wirksam
HPV-Impfung: Sicher und wirksam

Erneut bestätigt

Impfungen werden nicht „einfach so“ empfohlen. Ihre Wirkung und vor allem ihre Sicherheit wird in Studien geprüft. Zwei neue große Studien haben für die HPV-Impfung nun erneut bestätigt: Die Impfung hat wenig Nebenwirkungen und schützt zuverlässig.   mehr

Wärmflaschen richtig benutzen
Wärmflaschen richtig benutzen

Achtung, Verbrühungs-Gefahr

Wärmflaschen sind bei vielen Gelegenheiten hilfreich. Sie haben allerdings auch ihre Tücken – im schlimmsten Fall kann man sich damit verbrühen. Damit das nicht passiert, gibt es hier ein paar praktische Tipps.   mehr

Wie Medikamente heiser machen
Wie Medikamente heiser machen

Pille, ACE-Hemmer und Kortison

Manchmal ist es gar nicht die Erkältung, die eine Heiserkeit auslöst. Auch Medikamente können zu Stimmstörungen führen. Ob man sie absetzen oder austauschen kann, entscheidet die Ärzt*in. Zusätzlich lässt sich aber mit Hausmitteln helfen.   mehr

Säureblocker nicht zu lange schlucken
Säureblocker nicht zu lange schlucken

Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Ob Refluxkrankheit oder Gastritis: Protonenpumpenhemmer machen schnell Schluss mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Allerdings gibt es gute Gründe, die Säureblocker nicht allzu lange einzunehmen.   mehr

Nach Infarkt Beine stärken
Person beim Beintraining auf einem Outdoor-Fitnessplatz.

Herzschwäche vorbeugen

Herzinfarkt überstanden? Jetzt heißt es, die Beinmuskulatur zu trainieren. Denn Personen mit viel Kraft in den Beinen entwickeln nach ihrem Herzinfarkt seltener eine Herzschwäche.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Georginen-Apotheke
Inhaber Felix Fliedner
Telefon 030/5 66 57 31
Fax 030/5 66 57 32
E-Mail georginen-apotheke@t-online.de